"82 KG EBRO-WELSGIGANT"
Guido und sein Personal Best!




Am 08.11. war ich mit Bert auf seinem Carolina Skiff im Mataraña, einem Seitenarm des Stausees

Riba-Roja, unterwegs um beim Driftfischen den einen oder anderen Bartelträger zu erwischen.



Da Millionen von Köderfischen an der Wasseroberfläche immer wieder auseinanderspritzten,
entschlossen wir uns 10-12 Lauben am 8/0´er Einzelhaken oberflächennah anzubieten.

Schon nach kurzer Zeit hatte ich auch einen kurzen Biss, doch der Anhieb ging ins Leere da der Fisch
beim Biss auf mich zu schwamm. Fast alle Lauben wurden mir vom Haken gepflückt. Also neu
Beködern und wieder raus damit. In der Mitte des Seitenarmes manövrierte Bert geschickt mit dem
E-Motor um das Boot am Platz zu halten.





Schon 10 Minuten später, es war jetzt ca. 21.30 Uhr, kam der nächste Biss. Diesmal zog der Waller
sofort vom Boot weg und ich schlug mit aller Kraft an. Vor lauter Schreck kam er sofort zur Oberfläche
und peitschte das Wasser mit seinem Schwanz um im nächsten Moment zum Grund abzutauchen und erstmal eine Pause einzulegen.

„Das ist ein richtig Großer!“ meinte Bert und auch ich hatte mich ganz schön erschrocken, als der
Urian mit samt seiner gewaltigen Körperfülle das Wasser schäumte. Doch nun musste ich Druck
machen, damit ich den Waller vom Grund lösen und ins Feiwasser bringen konnte.


Die Leitner Ebro mit der Shimano Big Baitrunner XL und 0,53´er Faceline gab Ihr Bestes und mein
„Freund am anderen Ende“ setzte sich in Bewegung.




Nun zog er uns stetig durch die Gegend aber ohne rechtes Ziel, da sich unser Boot beim Drill mehrmals
um sich selbst drehte. Nach ca. 20-30 Minuten, wer kann das im Eifer des Gefechts schon sagen, ließ er endlich Blasen und nach ein paar Klapsen auf den Kopf gab er sich geschlagen.

Was für ein Fisch, ich sah gleich, das wird mein „Personal Best“ werden. So ein Monster hatte ich noch
nicht live gesehen.

Der massige Körper kam Breitseite und Bert setzte den Wallergriff an. Wir schlauften den Wels direkt außenbords an um ihn wegen der Verletzungsgefahr nicht ins Boot holen zu müssen, fuhren zum Ufer
und machten das Seil mit ein paar Sicherheitsknoten mehr fest.



Da die ganze Aktion im Dunkeln stattfand, beschlossen wir den Fisch erst am nächsten Tag, als er sich wieder erholt hatte, zu wiegen und zu messen.


Ein Guide war uns behilflich und so staunten wir nicht schlecht als die Waage 82 kg und das Maßband
225 cm anzeigte.

 

Ich war glücklich! Ohne Worte! Diesen Riesen des Ebro hatte ich bezwungen.

Was für fantastische Tage, die mir immer im Gedächtnis bleiben werden.

Euer Guido

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