"BIG GAME IM SÜSSWASSER "
Weißer Stör in British Columbien!




Was für ein Anblick!

Ein bisschen wie zu Hause am Rhein, die Weinberge im Hintergrund! Links der Harrison River, rechts
der Fraser River, interessant sollte die Stelle werden an der sich beide Flüsse verbinden!
Aber wenn am ersten Tag in Kanada die Sonne einen so anlacht: Herz, was willst du mehr?







Und dann ab dafür, die Fische suchen! Die Guides kennen sich aus und führen uns an den Fisch!

Interessant hierbei:
Die Größe lässt sich durchaus steuern, aber dazu gerne mehr im persönlichen Gespräch!




Dann endlich, im Vorbeifahren sehen wir den ersten großen Stör im harten Drill. Wir haben nicht viel
Zeit und konzentrieren uns gerne auf unsere eigenen Ruten, in BC wird Biss auf Biss gefischt, links
Rute 1, rechts Rute 4. Das klingt dann so: “…Frank, take care, action on rod 3, take the rod and be
ready for a big one…!“

Gänsehaut ist garantiert
wenn die Rute wippt!



Zusammen mit guten Leuten fällt das Warten nicht so schwer!

Schaut Euch mal den Köder an, sieht der nicht lecker aus? Frischer Lachsrogen am Hakenschenkel,
sexy Lachsrogen im Netz als Hauptköder! Die Frische des Köders ist hier oft sehr entscheidend!
Auch die Rogenart, also Hunds oder Buckel bzw. King kann eine Menge ausmachen!


Ein guter Guide ist Gold wert, dies ist auf der ganzen Welt gleich! Egal ob am Harrison River an den versunkenen Bäumen oder in den „unendlichen Weiten“ des Fraser-Rivers.



Unser Guide hat die Ruten im Auge und siehe da, Helmut ist „On“! Vatter (so heißt Helmut in der
Familie!) gibt alles, vergessen die Schmerzen im Kreuz, vergessen die Sorgen des Lebens, ein
Stördrill ist wie eine Droge und weckt ungeahnte Kräfte!





Druck machen, sofort nach dem Anhieb, Vollgas gegen eine kreischende Bremse und dann,

endlich: Jump!

Er springt! Was für ein Anblick, in Fotos ist dieser magische Moment kaum festzuhalten! Aber Vorsicht
wie unser Freud Olivier zu sagen pflegt, da geht noch was! Kommt der Fisch in die Nähe des Bootes
gibt er noch mal richtig Druck! Nicht täuschen lassen, auch ein 150 cm Fisch ist in diesem Strom ein
harter Gegner!




Wenn man es nicht selbst erlebt hat, ist es schwer zu beschreiben. Ein starker Mann kommt nach
30 Minuten durchaus an die Leistungsgrenze, dazu kommen noch echte Verlustängste und der
unglaublich starke Strömungsdruck des Fraser Rivers.

Wir haben mit Bleien zwischen 15 und 20 Unzen gefischt (10 Unzen sind ca. 315 Gramm!), soviel
zum Grundfischen! Die Bisse kommen ganz zart, so wie ein Rotauge beim Feedern am Rhein!
Aber was dann kommt, sind 1000 Rotaugen in Reihe…



Wenn ein guter Fisch so um die 2 Meter aufwärts gefangen wird, fahren die Guides meist mit einer
Schlinge um die Schwanzwurzel an ein seichtes, sandiges Ufer um den Fisch schonend zu
vermessen, mit einem Sender zu markieren und natürlich um dem glücklichen Fänger samt Team
zu einem tollen Foto zu verhelfen.

Hier ist Vatter Helmut der Glückliche!



Den Kanadiern konnte ich etwas beibringen, der Fänger hält immer den Kopf des Fisches, wie beim Waller. Und siehe da, heute sind die meisten Fotos von guten Stören aus dem Fraser immer mit dem Fänger „Head to Head“!

Freut mich, nicht nur ich konnte etwas lernen, auch unser Gepflogenheiten speziell vom Wallerfischen sind nun über den Teich gewandert.




Atemberaubende Drills in grandioser Landschaft, das ist Störfischen in Kanada!

Ich wiederhole mich gerne, ein 150 cm Fisch ist ein Fighter, siehe diese Fotos! Und niemand lässt
hier die Fische an geöffneter Bremse laufen, harte Drills von Männern mit Schultern - die Fotos
sprechen für sich!









Nur wenn wirklich Druck gemacht wird, springt der Fisch. Man kann es fühlen, die Schnur spannt
sich in Richtung Oberfläche und der Fisch springt wie eine Forelle, nur das diese „Forelle“ ganz
locker über 100 Pfund geht, jedenfalls die kleinen Exemplare!

Sauber gehakt, am schweren Blei.










Kein großer Fisch?

Von wegen! Dabei sein, mit Freunden dieses Gefühl erleben…







Claus, seit vielen Jahren sind wir Freunde. Er hat sich immer zurück gehalten, die Anderen sollten
erst mal fangen, er hielt sich immer zurück. Dann, endlich, ein Riesenfisch buckelt am Platz!

Claus ist dran! Nach unendlich scheinenden 20 Minuten kommt der Run und Claus hakt den Fisch,
der Drill geht an die Grenze der physischen und psychischen Belastungsgrenze!





Ich sehe Angst in den Augen eines erfahrenen Anglers, nach einer Stunde hartem Drill mehr als verständlich!

Wann kommt der Fisch endlich nach oben…?







Mimi, ich liebe Dich!

Wer ist Mimi?

Fragt Claus selbst, als der Fisch endlich an der Schlinge liegt, ruft er dies laut aus. Claus ist weit
über uns, er schwebt über den Wolken mit diesem Ausnahmefisch von weit über 300 Pfund.







Die Geschichte zu diesem Fisch klingt wie ein Anglermärchen: Stelle angefahren, vor Anker
gegangen, ein Riese buckelt vor uns. Claus, das ist „Deiner“!

Da ist er!







Keine Worte dazu, Freundschaft ist etwas unbeschreiblich Schönes!
Wir haben zusammen gelitten und am Ende gewonnen!







Hermann, ein Mann mit Herz!

Immer hat er sich einen Schritt zurück gehalten, er hätte den Riesen verdient gehabt!



Dann sollte auch meine Stunde kommen! Nach einem rasanten Biss hake ich einen großen Fisch,
ich konnte ja noch nicht ahnen, was auf mich zukommt…!





Viele Fische der Klasse um 100 Pfund haben wir gefangen, ich habe selten solch blaue Augen
gesehen!







Dieser Fisch hatte Glück, ich habe ihm eine Schnur von einer Langleine (verboten!) aus den Kiemen geschnitten, er wäre wohl sonst verendet!


Ohne Worte, einfach nur schön!







Nicht immer fischten wir in der absoluten Einsamkeit, einige Plätze sind auch relativ öffentlich!

Aber die Guides fahren diese Plätze nicht umsonst an! Hier geht immer etwas!





Und da ist wieder „mein“ Riese, ein Fisch der mir die körperlichen Grenzen gezeigt hat!
Ich hätte heulen können, dachte es ist ein Fisch jenseits der 500…!




Aua, ich konnte nicht mehr. Habe alles gegeben, meine Finger kaputt, mein Kreuz tat weh, dann
noch die Songs der Mitangler an Bord: Herrlich so ein 3 Stunden Fight!




Nach einer Stunde Drill: „300 Pounds“. Nach 2 Stunden: „More than 400 Frank - hold on!“ Nach
3 Stunden: „…must be a very big Fish, more than 500 lbs, come on…”!

Ach neeeee!!! Ich habe mehr als nur gedrillt, ich habe gelitten, fast geheult, und dann…?







Kommt ein herrlicher Fisch nach oben, kein 500´er, kein 450´er, sondern ein guter 300´er -
vielleicht mehr? 

Who cares about the size?


Ich kann es kaum glauben, nach einem rasanten Biss habe ich dem Fisch den Köder aus dem Maul
gezogen und dieser blieb in der Spitze der Schwanzwurzel hängen. Daher dieser unmenschliche
Drill, ich werde dieses Erlebnis wohl nie vergessen.

Danke!



Eye to Eye mit einem Wesen aus der Vorzeit! Störe werden weit über 100 Jahre alt. Nicht umsonst
werden diese Fische von den Profi Guides extrem professionell und schonend behandelt!
Die 1 A Jet-Boote sind die beste Wahl für die Jagd auf diesen Ausnahmefisch!



Ich kann hier nur mit Schmerzen weg! Schmerzen in den Armen, Schmerzen in den Schultern und in
jedem Muskel! Aber der schlimmste Schmerz ist nicht zu heilen, Trennungsschmerz!

Ich will hier nicht weg, habe doch noch eine Verabredung mit einem Fisch, dieser hat mir ohne zu
zucken und ohne anzuhalten 150 Meter von der Rolle gezogen und…

Aber das ist hoffentlich eine andere Geschichte!

Euer Frank Knossalla




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