"ES GIBT IHN DOCH!"
Eine heitere Weihnachtsgeschichte!




Am 2. Weihnachtsfeiertag fing eigentlich alles ganz harmlos an.

Um 12.30 Ortszeit trafen wir uns zu viert in Gernsheim am Hafen um den Räubern auf die Pelle zu
rücken. Eiseskälte erwartete uns. Nach etlichen Würfen und dem ewigen Kampf mit eingefrorenen Rutenringen kamen wir dann auf die Idee den Platz zu wechseln und es etwas weiter oberhalb in
den Buhnenfeldern bei Klein-Rohrheim erneut zu versuchen.




Hier war es etwas wärmer. Handschuhe waren nicht mehr erforderlich und auch die Rutenringe
vereisten nicht mehr so schnell. Nach mehreren abgefischten Buhnen ohne Biss, sahen wir dann
eine Buhne unterhalb etwas „Rotes“ seine Deckung im Gebüsch verlassen. Langsam bewegte es
sich Richtung Buhnenkopf. Da wir aus der Entfernung nicht genau erkennen konnten um was es sich handelte, beschlossen wir diese mysteriöse Erscheinung etwas näher in Augenschein zu nehmen.

 

Uns stockte der Atem….konnte das wirklich sein…?




Sofort nahm Patric die Verfolgung auf. Eine Flucht des roten Wesens war jetzt nicht mehr möglich,
da ihm Patric den Weg zum Uferdickicht abgeschnitten hatte. Da der Bursche seine fliegenden
Rentiere samt Schlitten leider zu weit weg im nahe gelegenen Waldstück geparkt hatte, war sein
Pfeifen danach auch zwecklos.

 

Er gab auf!


Richtig, ihr habt´s erkannt! Es war tatsächlich der Weihnachtsmann himself!

 

Nachdem unser anfänglicher Schock den Weihnachtsmann zu treffen, überwunden war, bot er uns
an, mit uns ein paar Würfe zu machen. Ihr könnt´s Euch natürlich denken…schon klappte es. Als
erstes fing Peter einen ca. 50 cm Rapfen und Frank verlor einen starken Fighter im Drill.


Patric war mit Santa Claus auf der Buhne daneben und hatte das Glück ihn im Drill mit einem
schönen 65´er Rapfen zu fotografieren.













Patric wurde von ihm dann noch mit ein paar Tipps versorgt, aber der Rapfenspuk war vorbei.
Lediglich ein paar Brassen wurden vom Weihnachtsmann und Patric leider nicht waidgerecht im
Rücken gehakt.




Kommentar vom roten Schlittenführer: „ Tja, wenn Heiligabend vorbei ist, kann ich leider nichts mehr beeinflussen!“



Frank auf Buhne 1 verlor dann kurz hintereinander einen Hecht im Drill.

 

Die beiden gingen dann zu Frank und er erklärte ihnen die Misere mit den beiden Fehlbissen des
Hechtes am Buhnenkopf.



Ede Weißbart riet ihm es mal mit der rot-weißen Sandra zu probieren. Gesagt, getan, montiert,
geworfen und …Zack…nahm der Hecht ein drittes Mal den angebotenen Gummiköder und hing.





Was für eine Freude in Frank´s Augen. Vom Weihnachtsmann an den Fisch geführt.

Wer hätte das gedacht.





Er machte dann noch ein Foto für sein Poesiealbum mit Frank und dem Hecht, kam noch mit zum
Parkplatz um Lebewohl zu sagen und meinte er müsste jetzt dringend los, da er den Schlitten noch
in die Werkstatt bringen müsste.




Bei Flachdächern hätte er ja keine Probleme aber beim letzten Spitzdach hätten die Rentiere zu
spät die Hufe in die Dachziegel gestemmt, so dass er mit der einen Kufe des Schlittens den Kamin
gerammt hat.

 

Wir versprachen ihm über sein Auftauchen und sein Hobby Angeln nichts zu verraten. Darauf hin
versprach er uns, an Weihnachten 2008 ein Privatguiding mit ihm im hohen Norden Finnlands durchzuführen. Er würde uns auch mit seinem Gespann abholen.


Begeistert willigten wir ein und Schwupps…so schnell er aufgetaucht war, so schnell war er auch
schon wieder entschwunden.

 

Wir tranken den Rest unseres 5 Liter Kanisters Glühwein und schwankten nach Hause.

 

Ich frage mich immer noch, ob ich dass nur geträumt habe. Aber wenn ich mir die Fotos noch mal anschaue…na ja, ich weiß nicht!?

 

Euer Frank Kornblum


TOP   /   HOME