"SPANISH SHORT SESSION"
Das Ocean Fresh Carp Team am Ebro!




Es war Anfang April und Andree’s Angelreisen hatte uns zu einer kleinen Carp Session am Ebro im
Wallercamp Riba Roja eingeladen.

 

Diese Einladung kam uns ganz recht, denn wir hatten gerade die neuen Boilies von Ocean Fresh in Bloodworm, Sardine & Oyster und Red Salmon & Lobster zum Fieldtest bekommen.

Diese sind völlig ohne Konservierer mindestens 1 Jahr haltbar und haben uns in Deutschland schon
in anderen Geschmacksrichtungen sehr schöne Fische beschert. Nun sollten die Natural Carp Food
bzw. Ocean Fresh Classic Boilies auch in Spanien zur Bewährungsprobe antreten.

         

         


Das Auto war gepackt und wir hatten noch ca.
1550 Km zu fahren, doch angesichts des Ziels war
die Strecke nebensächlich, obwohl einige Ermüdungserscheinungen zu verzeichnen waren.

 
         

         


Angekommen und überwältigt beim Anblick des Stausees „Embalse de Riba-Roja“ luden wir unser umfangreiches Tackle aus. Da wir das erste Mal in Spanien waren, wussten wir ja nicht genau was
uns erwarten würde. Obwohl Frank Kornblum von Face Of Fishing, Ex-Andree´s Angelreisen
Mitarbeiter, der den Ebro seit 1992 befischt und wie seine Westentasche kennt, uns im Vorfeld
schon mit vielen Tips und Erfahrungswerten versorgte, entschieden wir uns lieber zu viel
mitnehmen als vor Ort zu klagen:

„Warum haben wir das nicht mitgenommen?“

         

Am Steg wurden von den Guides, die sich über unsere Teamkleidung wunderten, das Team besteht
aus Olli, Andreas und Dirk (meiner einer), herzlich mit einem kostenlosen Begrüßungsgetränk
empfangen und mit den nötigen Angellizenzen, Booten und zusätzlichen Tips ausgestattet.

 
         

         

         


Endlich am Angelplatz angekommen, ca.
500 m rechts neben der versunkenen Kirche von Fayón
(kennt wohl jeder!) bauten wir bei Sonnenschein und Temperaturen um 20° C unser Camp auf.

         

        

Dieser Platz, der sich durch ein Plateau und harte Kanten auszeichnete, war für unser Vorhaben wir geschaffen.

         

        

Wir fütterten an 3 verschiedenen Plätzen mit unterschiedlichen  Sorten. Olli fischte in Ufernähe mit Bloodworm in einer Tiefe von ca.
3 m. Andreas befischte in  ca. 70 m vom Ufer entfernt das Plateau
mit Sardine & Oyster in einer Wassertiefe von ca. 6-
7 m. Ich suchte mir die Kante zum alten Flussbett
 in
15 m Tiefe, ca. 90 m vom Ufer entfernt aus und wählte Red Salmon & Lobster.

So waren alle Bereiche abgedeckt und wir waren gespannt, welcher Spot am produktivsten
werden würde.

         

         

         

Nun hiess es warten bis zum ersten Biss. Die "kurze" Wartezeit vertrieben uns mit Kartenspielen,
lesen, ein bischen Zanderangeln und bauen von PVA-Säcken auf Vorrat.

       

                        

        

        

        


Es dauerte nicht lange und Olli’s Bissanzeiger schrie als erstes auf. Super der erste Fisch wurde
gedrillt.

         

Sicher gelandet zeigte sich ein kleiner Schuppi mit einem wie gemalten Schuppenkleid, der Anfang
war gemacht.

         

                          

         

                         

        

In nur kurzen Abständen hatten wir dann alle unsere ersten Fische gefangen und waren nach jedem
Drill erstaunt. Wir konnten es kaum glauben, doch man muss es selbst erlebt haben. Von den
„Ebrobullen“ hatten wir ja schon viel gehört, aber selbst die kleinen
10 Pfund Karpfen lieferten
einen heißen und ausdauernden Kampf. 

Unglaublich!

 
         

         


Wir fütterten die Plätze ständig mit Boilies und PVA Beuteln, gefüllt mit Pellet Mix und Method Mix.
Die Beutel befestigten wir mit unseren Soluties PVA-Kabelbindern, die sich als äußerst nützlich
erwiesen.

         

         

         

Irgendwann war dann mal Beißflaute und wir fragten uns weshalb. Den Grund erfuhren wir dann
von unserem Guide, der jeden Tag vorbei kam, nach dem Rechten schaute, Tips gab und fragte,
ob er am nächsten Tag etwas für uns mitbringen könnte.

Einfach vorbildlich!

 
         

        

         


Dieses abrupte ausbleiben der stündlichen Runs hatte nur eine, im Ebro bei Karpfenfischern schon bekannte Ursache. Ein oder mehrere Waller hatten es sich auf unseren Futterplätzen bequem
gemacht.

Die
Abhilfe dafür hieß – Wegfangen!

Also wurde schnurstracks eine Boje gesetzt und ca. um 23.00 Uhr in der Nacht war Alarm angesagt.
Etwas schlaftrunken setzte irgendjemand den Anhieb, aber nach kurzem Kontakt war der Fisch weg.

         

         

         

Zwar schade, aber irgendwie haben wir dadurch die Uriane von unseren Karpfenspots vergrault
und regelmäßige Runs unserer Zielfische förderten wieder die Adrenalinausschüttung in unsere Blutbahnen.

 
         

         

Im Laufe der nächsten 3 Tage konnten wir etwas über 60 Runs verzeichnen und verwerteten
davon 36.

Wegen der Muscheln und dem Kraut hatten wir eine Menge Ausschlitzer und ein paar Abrisse.

         

        

Wunderschöne Fische, ausnahmslos Schuppis, teilweise noch mit schlankem Wildkarpfencharakter zwischen 8 und
36 Pfund konnten wir landen. Wir wissen, es gibt Größere, was die Fangstatistiken
der einzelnen Camps beweisen. 50´er sind gefangen worden, 60´er sind mit Sicherheit in diesem
Paradies für Karpfenangler möglich.

         

         

Nichts gegen unsere runden, gut genährten Spiegler und Schuppis in Deutschland, aber glaubt uns,
so ein Ebro Bulle ist eine andere Klasse.

         

         

Vor allem für Neueinsteiger ist dieses Gewässer interessant, denn es ist als einfach einzustufen.
Hier sind die Carps noch ohne Scheu und Blanks so gut wie nicht möglich. Wenn Euch der
Karpfenvirus noch nicht voll erwischt hat, fahrt hier hin und Ihr kommt nicht mehr davon los.

Ein absoluter Traum!

         

         

         

Wir waren mit unserem Fieldtest hochzufrieden, denn jede Sorte brachte viele und gute Fische.
Sicherlich werden wir in naher Zukunft zurückkehren um dann den ganz Dicken nachzustellen.

 
         

         


Das Einzige Manko war die Rückreise, denn da traten die Ermüdungserscheinungen vermehrt auf!
Der lange Heimweg zog sich wie eine Reise auf den Mond.

 
         

         

Wir können nur positiv von unserer Reise erzählen, denn der Service vom Welscamp Riba-Roja
Team, das Wetter, die Natur und natürlich die Fische waren super.

 
         

         

Der Ebro Stausee ist nicht nur für Karpfen- oder Wallerangler interessant, denn, Schwarzbarsche
und schöne Zander sind auch vertreten und bevölkern zahlreich die vielen Buchten und Kanten.

So long

Euer Dirk / Ocean Fresh Carp Team



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