…Ich schwebe vor mich hin, lasse den Drill noch einmal durch meinen Kopf Revue passieren…Die
Rute mit dem Schneemann - Rig neu beködert, Wurf, ablegen, füttern - fertig.
Endete der 1. Teil so…?
Oder ist dies nur der Anfang?
Wer kann schon sagen wann irgendetwas anfängt oder etwas aufhört. Ist dies die Philosophie
der Wurst?
Nein, keine Angst…
Natürlich waren wir alle nach dem ersten guten Fisch heiß auf mehr. Das Wetter sah ganz gut aus...

...dann wieder nicht.....


...dann wieder doch – ein launiges Mädel manchmal, dieses Wetter!

Also die Taktik am Ufer weiter verfolgen, die Murmeln und die Rigs blieben unverändert. Ich habe
teilweise die Flavours gewechselt, mal einen Big-Ball von East-Carp gefischt und auch noch mit
anderen, teils spleenigen Murmeln gefischt.


Unser soziales Leben kam natürlich mal wieder nicht zu kurz, neben Rigs binden und probieren,
herrlich entspannenden Blödsinn reden und vielen ausgiebigen Schläfchen am Nachmittag kam
dann auf meine kleine Bucht der nächste Run, diesmal ein Vollrun und ich musste meine Spikes
ausfahren um den Weg bis zu den Ruten ohne Schlamm-Massage überstehen zu können.
Himmel, dieser Schlamm! Der Boden war eh noch feucht, aber nun? Heftige Gewitter mit einem „Regenbogen zum Schatz finden“ waren einfach nur schön anzusehen und haben unser Ufer in
einen kleinen Lac du Der verwandelt! Man(n) muss nicht zwingend nach Frankreich fahren um
mal ein nettes Schlammbad zu genießen!
Ach ja, der Run! Der Fisch hängt, wieder ein gutes Gefühl eines Tauchers, also ich meine eines
tief schwimmenden, starken Fisches. Irgendwie komme ich mit meinen neuen Ruten noch nicht
so ganz klar, recht schnell drehe ich den Fisch vom holzigen Ufer des Verlustes weg und Minuten
später liegt der Schuppi im Kescher!

Ist das der Bruder des anderen Fisches? Jedenfalls bekomme ich meine Tagesration Milch von
diesem herrlichen 29´er!



Die Abendsonne spendet uns ein warmes Licht, ich denke die Wärme aus meinem Herzen hätte
hier eher für Halogenbestrahlung gesorgt. Nun, ich habe mich sehr gefreut und die Jungs auch.
So soll es sein, sagte ich dies schon?

Auch dieser Fisch kam wieder auf einen Schneemann, nichts besonderes als Rig, lediglich etwas
Fox-Mulitlink Vorfach (oder so), ein kleiner 6´er Fox-Greifer und ein 90 Gramm Inline – Blei - meine
ganz normale Lieblingsmontage.

Der Fisch wurde in einem sehr privaten Rahmen gefeiert, nun ja, war ja auch keiner sonst da der
dies wissen wollte - also haben wir mit unserem (und Kornis) Lieblingsgetränk „Soviel wie Du“ den
Abend ausklingen lassen. Korni, weißt Du noch..? Nein? Na ja, dann lies hier nach!

Ach ja, wie war da doch mal die Frage eines Kollegen der Zunft: „Frank, was machst Du denn da?
Warum sammelst Du das ganze nasse Holz? Willst Du etwa damit ein Feuer machen? Vergiss es!“

Was soll ich als alter Outdoor-Haudegen dazu sagen? Schön warm wurde es dann noch am Feuer
und dies ohne Körperkontakt!


Korni hat anschließend seinen Rutenwald noch vergrößert, alles was Ringe hatte wurde mit einer
Rolle bestückt, hätte ich einen Ohrring – ich denke Korni hätte mir die Schnur durch den Ring
gezogen und meinen Kopf als Bissanzeiger benutzt!
Anmerkung der Redaktion: Ich hatte das kurzzeitig überlegt! ;-)

Aber dies war ja auch nicht ohne Grund, wir hatten schon zu Beginn der Session am anderen
Ufer (!) eine Stelle mit den Murmeln von East-Carp gefüttert um hier eine Alternative zu haben.
Da wir ja noch auf Aal fischten, waren einige Ruten am Start - ach ja, wieder alles im absolut
legalen Rahmen!
Ich konnte dann noch einen Spiegler mit 25 Pfund fangen.


Wieder in der Bucht, wieder das alte Lied.



Der Fisch sah schon sehr seltsam aus, körperlich absolut fit aber der Mund (Maul/Schnute) sah schon
etwas verdreht aus. Ich nenne so einen Fisch „Papagei“, da hatte ich schon mal einen sehr schönen
Fisch mit so einem verdrehten Aussehen.



Darauf erstmal ´ne Wurst und ´n Bier! Da ich ja der Kokler vorm Herrn bin, hab ich natürlich auch die Grillstation übernommen. Ein bischen nasses Kleingäst trocken gepustet, Briketts drauf und schwupp
hatten die Würstchen nix mehr zu lachen.


Denn nur mit was im Magen - wirst Du beim Drill nicht klagen!

Frisch gestärkt dann: Vollrun auf Kornis Uferrute, nach unzähligen Piepsern („…Was war
das, war
das bei mir…?“)!
Endlich hatte Korni den Fisch auf die zuvor mühevoll zusammen mit Claus
ausgelegte Rute in der Ferne.

Anhieb in der Schlammwüste und der Fisch ist drauf! Claus manövriert das Boot geschickt zum Fisch
und ich höre noch die Worte von Korni über den See hallen: „Jolli, dass ist ein Dicker!“


War es dann auch nach einem echt Klasse Drill vom Boot aus.


Zwar kein Riese aber ein langer, sehr starker Schuppi der mich stark an die Karpfen am Ebro
erinnerte…Glückwunsch! Ein schöner Abschluss!

Wir fangen noch diverse Alande, die auch vor 22´er Schneemännern oder 30´´er Knödel nicht halt
machten und uns genüsslich im 1,5 Stunden Takt aus den Penntüten holten.


Sehen noch ein paar
Carps da rollen wo wir nicht fischen und fühlen uns im Team wohl.



Irgendwann am Morgen treten wir dann mit einer gewaltigen Menge an Tackle die Heimreise an.


Wir haben uns noch eine Nacht Zeit genommen, wollen erst einmal duschen und dann noch mal
mit dem Boot auf die Weser und mit dem Wallerholz bei den Welsen anklopfen.

Claus und Korni - beides Wallerangler der ersten Stunde und endlich ist auch Jörg mit dabei, den
kennt Ihr schon vom Marokko–Bericht. Also mit Freunden im Boot ist immer das beste Gefühl,
keiner wirft dich über Bord und wenn, dann holt dich auch wieder einer raus!

2 Pfund Wurm an einem Haken? Oh ja, dass geht durchaus! Sieht nicht so lecker aus, ist aber wohl
Mama-Miracoli für die Bartelträger. Korni bringt das Wallerholz zum Glühen und sich selbst zum
schwitzen aber bis auf einen nicht ganz klaren vollständigen Wurmklau geht nichts.

Später spielen wir noch Feuerspringen ohne zu verbrennen...

...Rum verstecken ohne gesehen zu werden...

...am Feuer schlafen ohne zu – na ja, ich überlasse es Euch! Jedenfalls ist eines klar: An diesem
Abend gab es nur Gewinner.

Und die Moral von der Geschicht?
Ohne Freunde geht es nicht!
Rute hoch.
Euer Frank Knossalla
Danksagung: Ohne Christian, Claus, Korni, Jörg wäre dies alles nicht so schön wie es war.
Danke auch an Ocean-Fresh und an East-Carp für die klasse Murmeln!
More to come!