Alles begann an einem Sonntag dieses Jahres. Ich traf mich mit Timo an seiner Garage zum
Boilierollen. Er hatte schon alles vorbereitet so dass es direkt los gehen konnte.
Wir stellten alle Zutaten zusammen und vermengten die Eier mit dem End Mix.
Nach dem wir den Mix noch etwas ziehen ließen, füllten wir die Spritze und begannen zu Rollen.
Am Ende kamen 8 Kilo feinste Leberboilies zum Vorschein.

5 Tage später sollte es dann soweit sein, wir beendeten unsere Arbeit schon um 16:00 Uhr und
machten uns auf den Weg an unser Lieblingsgewässer.
30 Minuten später waren wir endlich am Platz. Wir legten alle vier Ruten auf den selben Spot.
Jedoch bestückten wir 2 Ruten jeweils mit einem Singlehook und die anderen mit Schneemännern.
Gefüttert wurde mit max. 20 Boilies pro Rute und einem Futterballen aus verschiedenen Groundbaits
und zerkleinerten Boilies mit etwas Betain.
Schnell das Zelt aufgebaut, die Liegen rein und zur Krönung zwei eiskalte Blonde aus der Kühlbox.
Na dann konnte es los gehen!!!

Die ersten 3 Stunden vergingen wie im Flug und der Hunger stellte sich ein. Das war das Signal um
unseren gewässereigenen Pizzaservice zu bitten uns die Angler Spezial Familienpizza extra Scharf
zu Liefern. Kurze Zeit später bahnte sich unser Pizzabote den Weg durch den Wald. Die Pizza erfüllte
ihr Soll und Timo und mir platzten fast die Bäuche. Es kam wie es kommen musste, während wir so
träge wie noch nie in unseren Stühlen saßen durchdrang der schrille Ton des Carpsounders von
Timo die Dunkelheit.
Der erste 19,5 Pfund Spiegler durchdrang die Wasseroberfläche und ließ Timo im Licht der Kamera
zum ersten Mal in dieser Nacht strahlen. Es sollte auch nicht das letzte Mal gewesen sein. So ließen
wir den schönen Augenblick, nach dem wir Ihn wieder in sein Element entlassen hatten, mit einem
heißen Kaffee nochmals Revue passieren. Das war ja ein schöner Auftakt dachten wir uns, wir hatten
diese Kugeln zum ersten Mal gemacht und hatten direkt Erfolg damit. Was kann es schöneres geben.
Es war schon 11 Uhr und uns holte der Schlaf ein. Da wir ja direkt nach der Arbeit los gefahren sind
war das dann auch vertretbar. Also beschlossen wir, es uns auf unseren Liegen bequem zu machen.
Es dauert auch nicht lange und wir waren im Anglerhimmel.
Ein Piep Piep Piep gefolgt von einem Pieeeeeeeeeeeeeeep riss uns unsanft aus dem Schlaf, die
Sonne war schon da und mein Swinger tanzte in den Sonnenstrahlen.
Kurz danach befand ich mich auch schon im Drill, es war kein Big One aber er brachte mich dennoch
dazu, die unsanfte Weckmethode zu vergessen. Ein schöner 14 Pfünder durfte mit mir Baden gehen.


Nach meinem reichhaltigen Bad, beköderten Timo und ich die Ruten neu und belohnten uns mit
einer Tasse Kaffee und Toast mit einer Nougattcreme.
(Wir machen ja keine Werbung, sind ja keine Fußballer!)
Dann ging es Schlag auf Schlag, Timo läutete die Erste Runde ein. Er fing einen schönen 20 Pfund
Schuppi der dann auch Ihn zum Baden überredete.



Kaum getrocknet, ging es bei mir los, ein unaufhörlicher Dauerton auf meiner linken Rute, die
direkt an einem versunken Baum lag, pfiff ab. Ich musste mich also beeilen und den Fisch direkt
hart ran nehmen. Ja, so hatte ich mir das auch vorgestellt, doch nicht ich nahm den Fisch hart ran,
sondern eher der Fisch mich.
Die Schnur flog förmlich von meiner Rolle, ich konnte lediglich noch mit der Bremse spielen.
Endlich kam Ruhe ins Spiel und ich durfte dem Fisch eine Richtung geben in die ich Ihn haben
wollte.
Es folgten noch
4 weitere Fluchten bevor ich ihn endlich zum Landgang überreden durfte.
Ein sehr schöner 28 Pfund Spiegler präsentierte sich mit mir als Nebendarsteller im Blitzlicht
der Kamera.


Auch diesen schönen Fisch hatte ich noch keine 5 Minuten wieder in seinem Element als sich wieder
die Rute von Timo meldete, jedoch nur mit zwei Piepsern und dann nichts mehr. Ok, dachten wir, es
war vielleicht nur ein Schnurschwimmer. Doch auch das wurde uns wiederlegt, die Rute pfiff ab und
Timo befand sich wieder im Drill.
ir mussten lachen, denn das was da zum Vorschein kam, war echt ein Zeichen. Es war ein 6 Pfund
Spiegler der wohl von unseren Frauen geschickt wurde, damit er uns sagen kann, dass auch diese
noch was von uns haben wollten. Denn wir waren gerade dabei diesen Zwerg zu fotografieren als
mein Handy ging. Ja ihr denkt richtig, es waren unsere Frauen die uns mitteilten, das der Grill und
das Bier bereit standen für einen gemeinsamen Grillabend.

Schöner hätten die beiden Tage nicht enden können. Wir haben schöne Fische gefangen und uns
wurde wieder mal bestätigt dass es nicht immer nur die Dicken sein müssen. Wir hatten so viel Spaß
wie schon lange nicht mehr. Also denkt immer daran, Angeln ist mehr als nur große Fische zu fangen,
es ist viel wichtiger dieses Hobby mit einem guten Freund oder Freunden zu teilen.
An dieser Stelle sei aber noch gesagt, dass wir sehr stolz auf unsere Frauen sind, die garantiert alles andere als intollerant sind. Sie unterstützen uns wo immer sie können und sind auch gerne mit uns unterwegs. Also haben sie es auch verdient, dass auch wir mal zurückstecken und unseren Frauen
etwas Gutes tun. Denn es ist bestimmt nicht leicht mit einem Karpfenangler zusammen zu sein.
In diesem Sinne viel Erfolg und erfolgreiche Sessions
Frank und Timo