"POMMES-WELSE IM TAUNUS"
Abenteuer mit einem Exoten!

Eigentlich sollte mein erster Kontakt mit dem Pommes – Wels in Ägypten stattfinden…Dort haben
wir nachts unsere Aldi-Salami auf die seltsamen Kreaturen ausgelegt, es sollte nicht sein und
unsere Fallen blieben eine Woche lang ungeachtet.

                                 

 

Na gut, mit Pommes-Welsen meine ich einen Kiemensackwels (lat.: Clarias garipienus) den es in verschiedenen Varianten gibt und dessen kleinwüchsige Form einigen Aquarianern bekannt sein
dürfte.

 
         


Und nun ruft mich mein Bruder an, zusammen mit meinem Neffen möchten Sie endlich mal die
Fahrt aus dem verschlafenen Bremen in das noch verschlafenere Niedernhausen antreten und –
wie sollte es auch anders sein- Angeln gehen! Ist doch auch mal was, mit Onkel Frank beim Angeln
.
Besser als Wandern gehen, oder?

         

 

Es sollte also auf jeden Fall Bisse geben, mein Neffe Dean ist 14 und da soll keine Langeweile
aufkommen. Mein Bruder hat als Kind schon so manchen Fisch bezwungen und kann es daher auch
kaum erwarten mal wieder ans Wasser zu kommen…Was tun sprach Zeus? Atze Forelle anrufen!

         

         

 

Atze Forelle alias Jan Maindorfer ist der Inhaber eines kleinen und sehr gepflegten Forellenteichs in Taunusstein-Wehen (Angelpark Birkensee). Jan hat meine „Notlage“ sofort erkannt und so durften
wir an seinem Teich die Nacht zum Tage machen, kurz: Wir haben durchgeangelt!

 

Das Beste daran: Jan hat die lustigen Kiemensackwelse besetzt und diese wollten wir gezielt
beangeln. Jan ist Teichwirt mit Leib und Seele, wer meint so ein „Forellenteich“ ist ja nichts kann
sich gerne mal den Arbeitstag von Jan anschauen! Da gehört viel Herz und Einsatz dazu eine Anlage
so zu pflegen und dann noch mit solchen Exoten den Kunden mal etwas Abwechslung an die Ruten
zu bringen!

 

Also ran an die Buletten und mal sehen wie die Burschen zu überlisten sind!

 

Solange es noch hell genug ist schwingen wir die Sbirulino Rute und siehe da, die erste Forelle liegt
bei Dean schnell im Kescher! Klar, nicht der Zielfisch aber es zappelt an der Rute und ich freue mich
für meinen Neffen.

        

 

Jan pirscht mit uns um seinen See und wir erkennen seltsame weiße „Schatten“ in unmittelbarer
Ufernähe – Wels, oder : Pommes in Sicht! Jetzt aber vorsichtig, dieser Fisch scheint auf seiner Schwanzflosse zu stehen, sein Kopf zeigt zur Oberfläche und die riesigen Barteln (Pommes!) sind
auf Empfang geschaltet!

        

 

Also den Köder für alle Fälle an freier Leine und am kleinen 6´er Haken angeboten. Sekunden
später pendelt der Tauwurm verführerisch wie eine Diva über dem Bartelmaul. Den muss er doch
nehmen -verdammt, dass gibt es doch gar nicht! Nein, keine Bewegung! Ein Stück Wurm berührt
eine Bartel –  ein kurzes Atmen von Luft an der Oberfläche und Tschüss, weg ist er…!

Mist! Und nun…? Weiter suchen, nach dem nächsten Fisch Ausschau halten!

         

        

 

Und wieder das gleiche Spiel, Fisch gesichtet, anschleichen, Wurm vor die Barteln halten und:
Attacke! Weg ist der Wurm und der Fisch hängt! Unglaublich wie der Fisch beschleunigt, er nimmt
bestimmt 10 Meter Schnur gegen die gut eingestellte Bremse - echte Fighter diese Fische! Dean gibt
alles und zusammen mit meinem Bruder komme ich das erste Mal in den Genuss meinen Neffen
Angeln, ja sogar drillen zu sehen.

        

 

Die Fotosession ist lustig, aufgrund der vielen Barteln fällt mir spontan der Name Pommes-Wels ein.


         

         
 

Es wurde eine unruhige Nacht und genau dies wollte ich haben! Wir fangen diverse Fische auf
die Leuchtpose, ein Spaß am feinen Gerät die Pose tanzen zu sehen. Ich verliere einen guten
Graskarpfen kurz vor dem Kescher, kann diverse Brassen landen und für meinen Bruder noch
einen Stör keschern! Klasse!

         

 

Nachts werden die Welse aktiver und wir sehen viele Fische im Freiwasser rauben. Sie sind sehr
neugierig und wenn man die Hand im Wasser plätschern lässt, sieht man sich schnell von einigen
Welsen umzingelt! Sogar der Schein der Kopflampe zieht sie magisch an – nichts mehr zu sehen
von der Scheu des Tages.

         

        

 

Angespornt von dieser Aktion gehe ich mit Korni noch mal an den See und zusammen mit Jan
überlisten wir noch einige der lustigen Bartelträger.

         

        

Aber seht selbst und wundert Euch nicht über das Ohrentier! Der Hase hat keine Drogen genommen,
„Muck-Muck“ denkt er ist ein Mensch und hat uns bei unserem kleinen Abenteuer am Forellenteich begleitet.

        

 

Prädikat: Lustiges Familienangeln mit einem außergewöhnlichen Zielfisch. Wer soviel Power hat
darf sich ruhig XXL-Pommes nennen.

 

Also Freunde, nicht immer Bierernst auf die Großen, auch mit Fastfood macht es Spaß!

 

Rute hoch

 

Euer Frank Knossalla

 

Thanks to: Jan Maindorfer und „seine“ Fische!



Im Anhang noch einige Pics von Korni bei dr Pommes-Action!

        

        

         

         

         

        

        

         

        

        



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