"DORSCH, MORE DORSCH, ISLAND!"
If you want Dorsch, you’ll get it!


2 Wochen Island ........das war’s

15. – 31. Juli 2008

 

Wie jedes Jahr im Winter packte uns auch diesmal das Angelfieber und Andy und ich suchten nach
einer Steigerung für unseren letzten Angelurlaub in Norwegen. Restbestände an Pilkern und
Montagen waren noch vorhanden und wir waren heiß auf spannende Drills mit kampfstarken Fischen.

Also…..let’s go for Halibutt auf Island.

Wie jedes Mal führte uns der Weg vorher in den Angelladen unseres Vertrauens, den wir nicht eher verließen bis der Einkaufskorb voll und unser Portemonaie leer war. Ergänzt wurde unser Tackle
durch weitere ausgedehnte Shoppingtouren im Internet incl. der besten auf dem Markt verfügbaren Heilbuttharpune, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

         


Nach einer Tagesreise mit Zwischenstop in Keflavik erreichten wir gegen 19:00 Uhr den kleinen Ort
Sudavik in den Westfjorden……und wir waren heiß!!!

         

Also unsere Unterkunft bezogen, die Klamotten in den Flur geworfen, Tackle raus und noch eben
die Begrüßung durch Matthias im Gemeindehaus mitgenommen, um uns direkt danach in die
Handhabung des Bootes einweisen zu lassen.

         

Gegen 23:00 Uhr dröhnt der Dieselmotor und 130 PS bringen uns zu den ersten Fanggründen
innerhalb des Fjords.

Rute raus, Pilker runter…….es zuppelt…Biss, der erste Dorsch

Rute raus, Pilker runter…….es zuppelt…Biss, der zweite Dorsch

Rute raus, Pilker runter…….es zuppelt…Biss, der dritte Dorsch

Den Verlauf der kommenden Stunden erspare ich dem geneigten Leser…..

Gegen morgen laufen wir wieder in den Hafen von Sudavik ein und fallen nach einem kurzen Imbiß
tot ins Bett.

         


Frühstück gab es dementsprechend gegen 17:00 Uhr und da die Beißfreudigkeit der Fische nachts
größer war als am Tage, musste sich unser Biorhythmus einer kleinen Anpassung unterziehen.

         


In den dann kommenden 14 Tagen liefen wir mit unserem Boot zwischen 20:00 und 22:00 Uhr aus
und kehrten oft erst zur Entladezeit um 8:00 Uhr wieder zurück.

         

Solltet Ihr auf Masse aus sein und jeden Fisch mitnehmen, so können wir Euch bestätigen, daß

es schwer ist, nicht wenigstens eine der beiden Fischkisten randvoll gefüllt nach Hause zu bringen.

                

 

So und jetzt mal zu den Praxistipps:

Das Wetter im Juli bietet Euch so ziemlich alles: Sonne, Regen, Wind, Temperaturen zwischen 15
und 25 Grad. Für die kalten Tage also nicht den Floating Suit vergessen. Aber vor allem, spart Euch
wirklich die exotischsten Kunstköder und Montagen.

Sollte ich ein 2. Mal dieselbe Reise antreten, so würde ich 2 Ruten einpacken (eine fürs schwere
Pilken bis etwa 600 g und eine fürs leichtere Pilken so um die 100 g), eine komplette Kollektion an Bergmann-Pilkern, am besten in doppelter Ausführung, da der eine oder andere doch mal einem
Hänger zum Opfer fällt, 2 Steinbeißerklopfer und schwere Jigheads mit Gummifischen bis zu einer 
Länge von 30 cm……ja richtig gehört….in Worten: dreißig!!!

Dazu vielleicht ein paar Naturködermontagen und das wars. Und vor allem, lasst die schweren
Grundbleie zuhause und schaut mal im Angelladen bei Bogga vorbei. Da kriegt Ihr sogar
gebrauchte Bleie zu kleinen Preisen und natürlich auch die gängigsten Kunstköder und tiefgefrorene Tintenfische. An dieser Stelle noch mal unseren herzlichsten Dank an Bogga, eine herzensgute
Lady, die weiß, wie man Gäste betreut. Wenn Bogga Euch nicht mehr weiterhelfen kann, dann
auch kein anderer.

         

 

Nachdem wir uns 3 Tage ausgetobt, unzählige kleine und mittlere Dorsche gelandet hatten und
unsere Unterarme vom Kurbeln anfingen zu schmerzen, begannen wir selektiv zu fischen. Immer
wenn das Wetter es zuließ und nach unserer Einschätzung war das fast immer ;-), ließen wir den
Fjord hinter uns und fuhren etwa 500 – 1000m aufs offene Meer hinaus.

Bei Wind kann es hier schon mal etwas ungemütlicher werden und die Wellen erreichen dann auch
mal 2 m. Für die einfache Fahrt müsst Ihr dann schon eine gute Stunde einkalkulieren, aber genau
hier hatten wir unsere spannendsten Drills.

                

Die Dorsche erreichen kapitale Größen und wir konnten etliche Exemplare bis zu 1,20 m und 20 kg
landen und die ziehen euch dann auch richtig Schnur von der Rolle.

         

Unsere kapitalsten Fänge hatten wir übrigens auf 500g Bergmann-Pilker, 25 cm Gummifische und Überbissmontagen mit kleinen Köhlern.

                

Darüber hinaus kamen etliche Köhler und Rotbarsche als Beifang an die Wasseroberfläche.
Innerhalb des Fjords vervollständigten Seeteufel und Steinbeißer die Fangpalette.

                

Achja, da war doch noch was……waren wir nicht eigentlich wegen etwas ganz speziellem die
Reise angetreten? Richtig, der Heilbutt…..und das war denn auch der einzige Wermutstropfen…..
einen Heilbutt konnten wir trotz aller Kreativität nicht überlisten.

         

Nur gut, dass man nicht weiß, was unter der Wasseroberfläche passiert, denn während unseres
Aufenthalts ist uns zweimal nach einem heftigen Biss die Schnur von der Rolle geflogen, hat jedoch
nach kurzem Drill der Belastung nicht mehr Stand gehalten………….who knows. Naja, jedenfalls
könnt’ Ihr bei Interesse unsere unbenutzte Heilbuttharpune für kleines Geld übernehmen.

         

 

Resumee: Am Ende unseres Urlaubs hat unser Tackle insgesamt weit über 1 Tonne Fisch aus
40 – 70m Tiefe hochgepumpt, der 130 PS Diesel Sprit für 700 € geschluckt und unser Biorhythmus
verrückt gespielt…….also ein gelungener Angeltrip in die karge Landschaft der Westfjorde ;-))

                

 

PS: Solltet Ihr auf der Rückreise noch eine Tag Aufenthalt in Reykjavik haben, erholt Euch auf
jeden Fall in der Blue Lagoon und fahrt abends nach Reykjavik Downtown zum Abfeiern……nette
Bars, Restaurants und eine hohe Frauenquote werden es Euch danken.

Die Geysire hingegen….. kann man sich anschauen, muß man aber nicht!

 

Tight Lines and see you soon anywhere in the world, where you find water and fish.......

 

Carsten und Andy

    



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