Schnuckdiewuck das Tackle geladen und ab zu der Krake!

Hier und da ´ne kleine Stauumfahrung und schon in einem Ortsteil von „Hengstteich“, oder wie das
heißt, den Kraken-Oli abgeholt. Diesmal hatten wir uns im Tackle extrem begrenzt so dass es keine
Probleme mit Zuladung oder fehlendem Laderaum gab. Das Navi angeschmissen und los!

Schweiz!?!?! Ja, wenn die Schweiz nicht wär! Jedes Mal gießt´s aus Eimern! Mann sollte sie fluten,
untergraben oder wenigstens überdachen, Mann-O-Mann! Gott sei Dank hörte es hinterm
Gotthardtunnel auf und so trafen wir am Samstagmorgen gegen 03.30 Uhr im Camp von Harry
Stadlhuber, dem „Casa Silure“ ein.

Alles voll, na dann eben mittenrein gestellt und weggeratzt. War ja auch anstrengend die Fahrt!
6.00 Uhr – scheppernd wird eine Wagenladung leerer Bierdosen in den Blechmülleimer geschmissen.

Katastrophe! Wer stört!

         

Schon steht der Handsman vom Team WM-Angelparadies II vor meiner Liegematte und äußert den
Wunsch, ob ich mein FOF-Mobil bei Seite fahren könnte, er müsste jetzt Köderfische fangen.

Scheiße, der Schlaf war im Eimer! Na gut, dann eben nicht!

         

Nach zwei, drei Kaffee kamen wir in Fahrt! Auto ausräumen (sogar die 2 Kisten von Oli´s geliebtem
Früchtetee fanden noch Platz!), Zelt aufbauen, „tausende“ alte und neue Gesichter begrüßen.

         

Schwätzchen hier, Schwätzchen dort, Boot klar machen und so weiter!

                 

Halb elf war es bereits und wir konnten mal so langsam auch ein paar Köderfische fangen fahren,
denn für Sonntag, den 1. Wertungstag brauchten wir natürlich welche. Also zum Steg und ins Boot
zum Feedern. Piet, ein Betreuer, sagte dass wir pünktlich um 12.00 Uhr wieder da sein sollen,
wegen der Sektorenauslosung, denn um 14.00 Uhr geht’s los!

Häh? Heute? Verdammichnochmal, wir hatten uns im Tag geirrt! Also schnell, schnell einen fetten
Brassen, einen halbstarken Rapfen und ´ne Babybarbe dem Po entlockt. Mit Aalen konnten wir
immer noch unseren Erstbestand an Köfi´s auffüllen.

         

Wieder am Steg waren schon alle Boote komplett aufgeriggt!

                

Tacklewahnsinn ohne Ende!

         

Der Hammer war ein Boot mit 200 PS – wer soll da hinterherkommen?

         

Die neuesten Errungenschaften der Beibootauslegetechnik waren auch zu bestaunen, irre!

         

Spezielle Kanus und Kajaks gab es, innovativ – Hut ab!

Ok, gehen wir zur Auslosung!

         

         

Da war erstmal warten angesagt!

         

         

Und noch mal warten!

         

         

Und noch mal warten!

         

         

Während des Wartens gab´s reichlich Palaver und eiskaltes Hopfen-Malz Mischgetränk.

         

         

Mit reichlicher Verspätung wurden dann die Teams vorgestellt.

              

Die Regeln erklärt, über verschiedene Dinge abgestimmt und… man mag es kaum glauben…
endlich die Sektoren ausgelost.

Hier die Sektorenauslosung und der Start in bewegten Bildern :



         

Wir losten den Sektor 3 als Erstes.

         

Zusammen mit uns in einem Sektor waren Team Häffner 2 mit Thorti und Pierre, Carp1Austria mit
Alex und Mandi, Team Bulldozer 1 mit Knausi und Benny, Fischerfreunde Wildenau mit Charly und
Heinz, Team WM-Anglerparadies II mit Oli und Henno und Angelzentrum Rosenheim. Ob Team 1
oder 2… weis ich nicht, man hat sie nie gesehen!

         

         

Manche schauten zufrieden, andere nicht!

         

         

Was die Sektorenreihenfolge bringen würde, wußte keiner.

         

         

Fischen wir den guten Bedingungen wieder hinterher? Es wird sich zeigen!

         
 

Nach den letzten Vorbereitungen, wie z.B. Aale bunkern, wurde der Cup dann unpünktlich um
15.00 Uhr gestartet.



         

Dafür gab´s aber am Ende auch ´ne Stunde wieder drauf. Gerechtigkeit muss sein! Wir entschieden
uns geradewegs eine alten Platz vom letzten Jahr anzuschauen. Das Seccia-Plateau! Sebastian
vom 2008´er Face Of Fishing Team II hatte dort seinen 242 cm Klopper gefangen.

Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass es das Plateau nicht mehr gab und der
niedrige Wasserstand auch ein dortiges Fischen unmöglich machte. Also fuhren wir  etwas
flussabwärts und fanden wenig unterhalb der Stelle einen Platz wo es gut aussah.

         

Da wir mittlerweile ziemlich müde und erschöpft waren, entschieden wir uns umgehend zu ankern.

         

Ins Wasser hängende alte Bäume und eine Kante mit Löchern bis 6m versprachen Erfolg.
Schnell 4x abgespannt und 2 Steinmontagen rausgelegt. Das war´s dann für heute!

         

         

Ein paar Basteleien für den morgigen Tag und einen „Wallermachiato“ als Absacker.

         

Glutrot empfahl sich die Sonne und machte dem Mond Platz.

        

                

         

zzzzzzZZZZZ...zzzzzzzZZZZZZ usw.!


Nächster Morgen: Null Attacke!

Erstmal Frischeiwaffeln mit Nutella und ´nen Wallermachiato, nachfolgend nur noch WMC genannt.

         

Meine Güte, war das hell heut Nacht! Da meine Schulter mich plagte und das Gesäge von Oli auch
nicht so fördernd für einen gesunden Schlaf ist, bin ich öfters wach geworden und blickte ins extrem
helle Antlitz des Vollmondes, der mich immer noch hämisch anglotzte!

         

Mist, Niedrigwasser, Vollmond…. was noch?

Ein Bimmelton hinter meinem Rücken ließ mich herumfahren. Hatte doch ein Bartelträger die
Montage an dem der Rapfen angeködert war aus dem Clip gerissen. Fühlung und… durchgezogen!
Kurz dran, dann weg! Scheiße!

Beim Rankurbeln war auf dem 40 cm Rapfen deutlich die Bissspur zwischen Führungshaken und
Drilling zu sehen. Falsch gepackt, Pech halt! Nach einigen Für und Wieder Diskussionen ob wir
bleiben sollten, entschieden wir uns doch zu einem Platzwechsel.

         

Also weiter flussabwärts.

         

Kurz vor Ende des Sektors machten wir zwei super Sandbankplätze aus, die aber leider schon von
Henno und 200PS-Oli besetzt waren. 200PS-Oli war allerdings nicht da.

         

Etwas unterhalb kam dann eine interessante Buhne, die letztes Jahr noch nicht im Sektor war.
Mal schauen wie es in der Buhne aussah. Klar, zwei Boote, 200PS und Team Häfner II. Wir erfuhren
das 200PS einen Motorschaden hatte und sich noch zu den beiden in die Buhne retten konnte.

Frage: Wieso machste das denn Oli? Thunfischdriften auf der Adria ist doch auch ganz nett! ;-))

Er hatte sich ´ne Menge Sand in den Motor gesammelt, aber Harry war schon zuum Abschleppen
unterwegs.

         

Wir verließen den Havarierten und das andere Team und suchten weiter nach einem neuen Platz.

         

         

Wieder zurück flussaufwärts. Wir testen noch ein paar Sandbänke mit den Spinnruten, konnten uns
aber nicht entscheiden.

               

         

Unterhalb des Pumpwerks fanden wir dann eine Außenkurve, in der eine tiefe Rinne in Ufernähe
verlief. Ein paar Löcher bis 8m, Rückströmungen und eine kleine ruhige tiefe Bucht sahen gut aus.

Als besonderes Schmankerl hatte ich ein „Güsterschwarmsimulations-Rig“ gebunden. 3 Circle-Hooks
am 1,2 Mono mit U-Pose.

         

         

Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Also Abspannen, Steine raus und ´nen WMC, denn der gehört
dazu!

              

Das Mahl viel karg aus...Brot und Wurst! Das war´s!

         

         

Bevor der Workshop der Kettensägenschnitzer einsetzte, schaute ich noch mal nachdenklich auf
die ausgelegten Montagen und kuschelte mich in meinen Schlafsack.

Auf was man für Ideen kommt wenn man vor lauter Schnarcherei nicht einschlafen kann seht Ihr hier:



Mal sehen was die Nacht bringt!

                                       

Sie brachte erstmal das!!!!!!!

               

 

Nächster Morgen: Wieder nix! Kein Bimmler, nix! Nur der Güsterschwarm war von 3 auf 1 reduziert
worden!

Ok, dann abgebaut und zurück ins Camp. Wir wollten früh da sein um noch zum Köfiangeln an
einen der Kanäle zu fahren. Im Camp hörten wir schon allerlei Gerüchte über jede Menge
gefangene 2,00 m Fische, im Drill verloren gegangene Störe und andere Schauergeschichten.
Fakt war das Herrieden I vor Herrieden II in Führung lag. Und ein 2,44m Fisch war auch dabei…
und wir hatten 2x geblankt! Na gut wir hatten ja noch 4 Nächte. Erstmal ein paar schöne
Karauschen verhaftet und darüber hinaus das Einkaufen vergessen. Mist, jetzt mussten wir uns
ein paar lebensnotwendige Dinge zusammen schnorren und auf Dryfood zurückgreifen.

14.00 Uhr Abfahrt in Sektor 1!

Wie ein Stier hämmert meine 3 Pfündige Karausche mit Ihrem Schädel bei jeder Welle gegen den
Kühlboxdeckel. Hoffentlich schlägt sie nicht ihre kleineren Artgenossen zu Matsch. Die brauchen
wir noch!

         

In Sektor 1 angekommen, die Strecke des La Motta Camps, mussten wir feststellen, dass die besten
Plätze von deren Gästen in Beschlag genommen waren.

         

So blieb uns nur eine Schlamminsel vor einem tiefen Dreher. Erstmal wurden ein paar Güstern,
Brassen und Barben für den Köderfischvorrat gefeedert.

         

Oli fuhr noch mal weg und schaute sich andere noch freie Plätze an und schwang ein bisschen
die Spinne.

         

                                              

Als er wiederkam hatten wir genug Köfi´s, die bissen wenigstens.

         

         

2 Uferabspannmontagen, 3 Steinmontagen und eine „Oli-Spezial-Oberflächenmontage“ kamen
zum Einsatz.

         

             

Mein Schätzchen, Mutti Karausche, kam an eine Steinmontage ca, 20m vor die Steinpackung hinter
eine Abrisskante, wo das Flussbett von 3,5 auf 5m abfiel. Die Multibremse musste ganz schön ackern
als wir die 250 m zurück zum Platz fuhren! Da muss doch was gehen!?

         

 

Mittlerweile war rund um unsere Bootsanlegestelle eine Schlammwüste entstanden und man musste
sich andauernd die Füße waschen um das Boot nicht wieder und wieder völlig zu versauen.

         

             

Jetzt war Spaghetti-Time! Oli übernahm das Kochen. Doch was war das? 2 Minischüsseln mit je 50g
der italienischen Teigwaren kamen zum Vorschein. „Reicht doch!“ Ich erklärte ihn für verrückt und
haute mir noch Trockenfutter rein. Einigermaßen gesättigt, entschied ich mich diesmal auf festem
Boden, was in Anbetracht des Matsches etwas paradox erscheint, zu nächtigen.

Ein hübscher Unterstand war mein Eigenheim für die anstehende Nacht.

         

Doch auch 5 m Entfernung zum Boot, wo Oli schlief, waren nicht genug um die Horden von
Kreissägen abzuhalten, die die halbe Nacht meine Ohren maltretierten. Wenigstens waren wenig geflügelte Plagegeister unterwegs, so dass mir dieses Übel erspart blieb. Irgendwann schlief ich
dann ein und träumte von abgeholzten Pappelschonungen!

Hier der nächste Teil:

Wallercup 2009 - Teil 2 - Day 4-6 & Award Ceremony

Euer Frank





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