ES IST NICHT ALLES GOLD WAS GLÄNZT
Überraschungen im Gewässer!

Ich glaube jeder, der öfters am See, Teich oder Fluss gefischt hat oder auch nur spazieren war, kennt
den Spruch: „War da nicht was Goldenes?“

Bei genauem Hinschauen entdeckt man immer wieder in unseren Gewässern Fische die sich mit ihren knalligen Farben gegen die grüngraue Wasseroberfläche abheben und wie Fremdkörper wirken.



Recht unnatürlich kommen sie daher, die Goldwaller, Goldschleien, Kois und andere Farbvarianten
die nicht so ganz der naturgewollten Tarnung entsprechen.











Man fragt sich immer wieder, wie gelangen solche Fische ins Gewässer?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

1. Ein paar Mitmenschen setzen sie aus, da das Aquarium oder der Gartenteich zu klein geworden ist.

2. Durch Umwelteinflüsse kommt es zu einer Genveränderung, dem Xanthorismus.

2. Es sind bereits xanthoristisch mutierte Gene in verschiedenen Elterntieren des Fischbesatzes vorhanden.



Was ist Xanthorismus?

Genetisch bedingt fehlen die dunklen Pigmentzellen in der Haut. Diese Farbzellen (Melanophoren)
enthalten das für die dunkle Farbe zuständige Melanin. Die darunter liegenden gelben und roten
Farbzellen (Xantophoren) dominieren dann. Die Haut wird dadurch dann gelbrot bzw. goldfarben.





 

Ist Xanthorismus eine Krankheit?

Nein! Es ist vielmehr nur eine "Farbmissbildung", da diese entsprechenden Erscheinungsformen nicht
als Krankheiten bezeichnet werden können. Es ist zwar genetisch bedingt, man kann aber schon
deswegen nicht von einer Krankheit sprechen,  da lebende Tiere Veränderungen unterworfen sein
können. Zum Beispiel findet bei Goldfischen in jungen Jahren eine Umfärbung statt.







Kann Xanthorismus vererbt werden?

Ja, allerdings ist die Vererbung rezessiv. Das heißt: Es können in der Erbfolge auch wieder ganz
normale Wildfärbungen entstehen.



Behindert Xanthorismus die Lebensweise?

Mal davon abgesehen, dass ein goldfarbener Fisch eine auffälligere Beute für Augenjäger wie Hecht
und Zander darstellt, hat die Goldfärbung sonst absolut keine Auswirkung auf die Lebensweise und
die Alterserwartung der betroffenen Fische.







Da manchmal von Albinos, z.B. im Zusammenhang mit den „Goldwallern“ in Spanien gesprochen
wird, ist eine Klarstellung von Nöten.

Albinistischen Tieren fehlen alle Farbzellen. Sowohl die Melanophoren als auch die Xantophoren.
Deswegen sind Albinos meistens auch weiß mit roten Augen, da auch in der Iris die Farbzellen fehlen.


Natürlich gibt es auch das Gegenteil, den Melanismus. Dieser kann vollständig, aber auch teilweise
vorhanden sein. Ist aber wesentlich seltener bei unseren heimischen Fischarten anzutreffen.

Hier mal ein Bild von einem teilweise melanistischen Waller aus Spanien.




Warum in Spanien der Anteil an Goldwallern in Relation zum Gesamtbestand so hoch ist, kann nur
vermutet werden. Hier gehen die Aussagen weit auseinander. Der entscheidende Faktor wird allerdings
meiner Meinung nach die Inzucht unter dem Erstbesatz sein, mit dem Hintergrund, dass viele Elterntiere
schon das mutierte Gen in sich trugen.






Mir persönlich ist bist jetzt nur ein „Halbgoldener“ vergönnt gewesen.
Aber was nicht ist, kann ja noch kommen!

Es muss eine Augenweide sein, wenn man nach hartem Drill ein 2 Meter „Goldstück“ im Schein der
Kopflampe neben dem Boot auftauchen sieht. Ich glaube, der Adrenalinausstoß wird dann noch mal so
richtig angekurbelt. Das muss ein unvergessliches Erlebnis sein.


Aber auch wenn ein 30 pfündigen Koi ein Vollrun auf der Karpfenrute verursacht, wird wohl jedem
Angler das Herz bis zum Halse schlagen, wenn der farbenprächtige Fisch dann im Kescher auf der
Abhakmatte liegt.











Fantastische Fische hat uns diese Laune der Natur beschert und deswegen sollte man diese „Schätze“
auch ausnahmslos zurücksetzen.


Ich habe mir jetzt vorgenommen Bilder von solchen Ausnahmefischen in einer speziellen Galerie
zu sammeln.

Deswegen ein Aufruf an alle die Fotos von Ihren farbenprächtigen Fängen haben. Schickt sie mir bitte
per Mail oder Post einfach zu. Kleiner Text dabei wie, wann und wo gefangen.






Ich werde die Bilder dann in die Galerie einbauen, denn ich finde, das solche Fische wirklich
zeigenswert sind und ein Recht auf Selbstdarstellung haben.

Ich freue mich schon auf Eure Zusendungen.

Vielen Dank und Tight Lines

Euer Frank Kornblum


Hier noch ein paar "Goldies" aus zum Abschluß!




































































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