ZANDERSEMINAR NOVEMBER 2007
Teil 1
" Ab in den Süden – wenn Angler reisen! "
Welscamp Riba-Roja,
vom 03.11.2007 bis 10.11.2007
Leiter: Jens Köller

Riba Roja (JEKÖ) - Irgendwie gelang uns die Terminierung der Zanderseminare in Spanien
auf den
Punkt genau: Mistwetter, Sturm, Kälte, Schnee – daheim in Deutschland.
Sonnenschein pur und
Tagestemperaturen über 20 Grad in Spanien. Ja, Guide sein ist geil!
Wenn dann noch die
Chemie mit und unter den Kunden stimmt, kann fast nichts mehr
schief gehen.
Ein anderer Faktor spielt bei so einem Zander-Seminar allerdings auch noch eine wichtige
Rolle:
Die Zander! Und die waren während der ersten Kurswoche richtig zickig.
Es war nicht
ganz
einfach
und eine Geduldsprobe für die Teilnehmer. Da aber alle
gestandene Angler
waren, war von
Frust keine Rede.


Die eine oder andere Träne floss zwar, aber vor Lachen. Die Stimmung war klasse!
Wenn Berliner mit Mecklenburg-Vorpommern und Schweizern zusammentreffen, gibt’s
immer
Gaudi.
Und wenn mal etwas nicht so klappte, war die Frage nach den Schuldigen
schnell geklärt:„Und wer ist Schuld?“ – „Die Schweizer warn's!“ – hallte es über den See.


Bemerkenswert waren vor allem die Größen - kein Fisch unter 60 Zentimeter. Den
Längsten
fing
unser Guiding-Kunde Rainer Baumann, einen 80er Milchner! Selbstredend
setzten wir alle
Laichzander
schonend wieder in ihr Element zurück. Rainer war jetzt schon
das zweite mal
mit uns am Ebro, daher konnten wir uns diesmal einiges an Theorie und
Einweisungen sparen.


Zurück zum Angeln: Das Fangergebnis war zweistellig. Der größte Zander wurde von
unserem
Schweizer Freund Fiedo mit immerhin 86 Zentimetern gefangen. Als Alternative
zu den beißfaulen
Zandern wurden noch ordentlich Schwarzbarsche bis zu eineinhalb
Pfund verhaftet.
Warum die Zander so verhalten in dieser normalerweise sehr guten Zeit
waren? Viel wurde in den
Wochen zuvor in verschiedenen Foren diskutiert und wilde
Thesen
wurden aufgestellt. Fakt ist,
dass in diesem Herbst Futterfische in kaum vorstellbarer
Menge vorhanden sind.
Abends hätte man über den See gehen können, ohne nasse Füße
zu bekommen!


Wobei wir nun auch die Frage, wie Jesus das damals gemacht hat, geklärt hätten.
Die Wassertemperatur
an der Oberfläche lag zu Beginn unserer Woche bei 16 Grad!
Gut sieben Grad höher als genau vor einem Jahr während des ersten Zanderkurses am
Ebro.
Aber nicht nur die Zander geizten. Die Welsfänge in den Wochen zuvor waren auch
eher bescheiden.


Wir hatten drei dieser Kraftpakete im Drill. Nur einer im „handlichen“ Format konnte von
Klaus
bezwungen
werden. Gleich am ersten Tag hatte Heinz einen XXL-Waller an der
Spinnrute.
Den leider erfolglosen, aber immerhin fünfminütigen Drill, wurde von ihm, zur
Erheiterung aller, mit
einem „Oh – Oh – Oh“ im original Schwyzerdeutsch kommentiert.
Die Truppe hätte mehr Fangerfolg verdient gehabt.

Aber Angeln ist leider kein Wunschkonzert! Mal sehen, wie die Zander beim
nächsten Seminar, gleich Ende November aufgelegt sind.

Danke nochmals an Klaus und Christian, Hans, Marian und Roland und unsere
Eidgenossen
Fiedo und Heinz für die schöne Woche! Und natürlich ein dickes
Dankeschön an die
Truppe im Camp von Andrees Angelreisen. Hasta luego!
Fotos: J. Köller